Am 4. Mai besuchte Apostel Jeannot Leibfried den Bezirk Luxemburg. Dazu waren alle Gemeinden in unsere Kirche in Esch/Alzette eingeladen. Einer Seele wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet, 2 Jugendliche empfingen den Segen zur Konfirmation. Große Freude löste die Ankündigung am Ende des Gottesdienstes aus, daß Stammapostel Schneider den Bezirk Luxemburg am 4. Januar 2026 besuchen möchte. Hier nun ein Kurzbericht des Gottesdienstes:
Bibelwort: „… und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, war dem andern dient“
(Phil. 2,4).
Zu Beginn hieß der Apostel die Konfirmanden und die ganze Festgemeinde herzlich willkommen. Danach ging er auf das Lied der Sänger „Komm her, freu dich mit uns“ ein“ und fuhr sinngemäß fort: „Wir dürfen uns über die Gemeinschaft mit Jesus Christus freuen, aber auch über sein Kommen! Das Evangelium ist eine frohe Botschaft, und es liegt mir sehr am Herzen, dass jede Predigt eine frohe Botschaft für alle sei, nicht nur heute für die Konfirmanden und die Festgemeinde.
Im Philipperbrief findet sich sehr oft, je nach Bibelübersetzung, das Wort „Freude“. Umso mehr haben wir Ursache, uns zu freuen, denn: Christus ist unsere Freude.
Jesus ist auch unser Vorbild. Er orientierte sich immer an dem Willen Gottes. Er achtete auf die Menschen, die um ihn waren und ging auf ihre Belange ein. Er hing nicht achtlos an ihnen vorbei, er erbarmte sich ihrer und nahm sich ihrer an. Nie schaute er nach sich selbst. So wollen wir auch handeln. Dann erfüllen wir das Jahresmotto unseres Stammapostels. Dieses Gute soll nicht nur von unserem Verstand bestimmt sein, wohl aber vom Geist der Liebe, die in uns ausgegossen wurde.
Dazu hat uns der Herr das Gebot der Liebe gegeben (Mt 22,37-38). Dabei stellte er beide Gebote auf die gleiche Ebene; er macht also keinen Unterschied zwischen Gott und dem Nächsten. Das bedeutet aber auch – und das dürfen wir nicht falsch verstehen – dass wir auch nach uns schauen. Die Konfirmanden sollen ihr Leben gestalten und an sich und ihre Zukunft denken. Gleichwohl sollte jedoch der Blick immer auf den Nächsten sein. Viele Menschen wollen etwas gelten, glänzen. Christus hatte alle Gewalt, im Himmel und auf Erden, aber er missbrauchte sie nicht, sondern handelte immer zum Wohl des Nächsten. Wie würde manches heute in unserer Welt aussehen, wenn Menschen diese Machtfülle Christi besäßen?
Gutes tun bedeutet auch, nicht abzuwarten, bis alle Dinge zusammenpassen; dann können wir lange warten - und das wird kaum geschehen. Aber wenn sich uns eine Möglichkeit dazu bietet, wollen wir diese ergreifen.“
Ansprache zu Heiligen Versiegelung:
„Der Name des Kindes bedeutet: Erbe Gottes. Es gibt direkte und indirekte Erben. Durch die Taufe kamst du in ein Näheverhältnis zu Gott; mit der Hinnahme der Gabe des Heiligen Geistes wirst du nicht ein indirekter, sondern ein direkter Erbe Gottes und Miterbe Christi.“
Ansprache zur Konfirmation:
„Heute sollen die Konfirmanden den Segen Gottes empfangen. Was ist Segen und woher kommt er? Segen kommt immer von Gott. Den erhabensten Segen übermittelte Aaron damals dem Volk Israel (4Mo 6,24-27). Wir alle wissen von Joseph, dass er, obwohl er von seinen Brüdern verkauft wurde und jahrelang unschuldig im Gefängnis saß, ein von Gott Gesegneter war. So sollt ihr Konfirmanden, bei allem was euch widerfährt, Gesegnete Gottes sein. Gott ist treu, er steht zu seiner Verheißung. Er ist kein Mensch und kann nicht lügen.“
H.C.
