Am 16. November 2025 diente Apostel Jeannot Leibfried der Gemeinde Luxembourg-Ville. Zu diesem Gottesdienst waren auch die in ihren Gemeinden abkömmlichen Vorsteher eingeladen.
Als Grundlage diente das Bibelwort aus Offenbarung 22,20:
„Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, komm, Herr Jesus!“
Zu Beginn nahm der Apostel Bezug auf das Eingangslied des Chores „Wir treten zum Beten“ und unterstrich, wie wichtig es sei, in jedem Gebet die Bitte „Komm, Herr Jesus“ vor den Herrn zu bringen. Die Wiederkunft Christi gehöre zu den zentralen Elementen des neuapostolischen Glaubens. Dieser Glaube solle in uns lebendig bleiben und Mittelpunkt unseres geistlichen Lebens sein.
Der Apostel erinnerte daran, dass es Aufgabe des Apostolats und aller ordinierten Amtsträger ist, diesen Glauben in den Gemeinden wachzuhalten und zu stärken.
Anschließend ging er auf die zwei Aspekte der Wiederkunft Christi ein:
Zuerst wird Christus seine Brautgemeinde heimholen. Darauf folgt die Hochzeit im Himmel, in der die Braut in vollkommener Weise die Herrlichkeit Gottes schauen darf. Während dieser Zeit wird auf der Erde eine große Trübsal herrschen; dennoch wird es Menschen geben, die, trotz aller Not, zu Christus stehen: die Märtyrer. Danach wird Christus gemeinsam mit der Brautgemeinde auf die Erde zurückkehren und sein Friedensreich aufrichten. In dieser Zeit wird allen Menschen, Toten wie Lebenden, das Evangelium verkündigt werden; die Märtyrer werden zur Priesterschaft Jesu gezählt.
Immer wieder werde gefragt, wer an der Hochzeit des Lammes teilnehmen wird. Dies werde sich erst am Tag der Wiederkunft Christi zeigen (KNK F&A 562). Apostel Paulus spricht in diesem Zusammenhang von einer „reinen Jungfrau“ (2. Kor 11,2). An anderer Stelle heißt es, dass „in ihrem Mund kein Falsch gefunden wird“ (Offb 14,5). Ein wesentliches Kennzeichen der Braut sei ihre beständige Ausrichtung auf die Wiederkunft Christi und das immerwährende Gebet „Herr, komme bald“ (KNK F&A 563). Ihr Leben ist ganz auf Christus und seine Wiederkunft ausgerichtet.
So wollen auch wir dem Tag der Wiederkunft Christi mit Freude entgegensehen und unser Leben danach ausrichten.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher, Evangelist A. Wampach, sowie der Vorsteher der Gemeinde Esch/Alzette-Soleuvre, Priester B. Reinert, vertieften die Gedanken des Apostels und wiesen darauf hin, dass die Wiederkunft Christi unser menschliches Vorstellungsvermögen weit übersteigen wird.
Hinweis des Autors: Die obenstehenden Gedanken von Apostel Leibfried wurden aus dem Gedächtnis wiedergegeben und stellen keine wörtliche Wiedergabe der Predigt dar.
Autor: Wampach Adon
Fotos: Becker Mireille / Breger Lukas
