Am 11. Februar fand in unserer Kirche in Athus ein Gottesdienst statt, der vom zuständigen Apostel Jeannot Leibfried aus Frankreich durchgeführt wurde.
Als Grundlage für seine Predigt diente das Wort aus dem Lukasevangelium 17,5–6:
„Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorsam sein.“
In seinem Dienen erklärte der Apostel, dass ein Maulbeerbaum ein großer, mächtiger Baum sei, dessen Wurzeln tief in den Boden reichen. Um einen solchen Baum zu entwurzeln und umzupflanzen, brauche man spezielles Gerät. Mit einem modernen Vergleich verdeutlichte er dies: Es sei, als würde man zum Eiffelturm in Paris sagen: „Verpflanze dich in die Seine.“
Wir leben heute in einer Zeit vieler Sorgen. Manche Belastungen erscheinen so schwer, dass man sich beinahe erdrückt fühlt: gesellschaftliche Herausforderungen, Sorgen um die Entwicklung der Kirche, gesundheitliche Schwierigkeiten oder auch die Frage nach Vergebung.
Doch Jesus zeigt mit diesem Wort das Wesentliche: Schon ein kleiner Glaube an den großen Gott genügt, um Veränderung zu bewirken. Nicht die Größe unseres Glaubens steht im Mittelpunkt, sondern die Größe Gottes. Er hält alles in seinen Händen. Darum dürfen wir lernen, unser Vertrauen ganz auf den großen, allmächtigen Gott zu setzen.
Text: Adon Wampach
Fotos: Stacey Bazard
