Am 13. August hielt Bezirksapostel Pöschel einen Gottesdienst in unserer Kirche in Esch-Alzette, zu dem alle Gemeinden Luxemburgs eingeladen waren. Zusätzlich wurde der Gottesdienst per IPTV übertragen. Ein besonderes Gepräge erhielt der Gottesdienst dadurch, dass unser Bezirksapostel drei gläubigen Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung (siehe KNK 8.3) spenden durfte.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Epheser 5,20: „Sagt Gott, dem Vater, allezeit für alles Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“
Zu Beginn des Gottesdienstes wies der Bezirksapostel darauf hin, dass Jesus Christus immer im Mittelpunkt unseres Glaubens und unseres Lebens stehen sollte. Christus sei nicht wie ein schönes Möbelstück, das man je nach Bedarf hin- und herschieben könne.
Im weiteren Verlauf stellte der Bezirksapostel die Dankbarkeit in den Mittelpunkt seiner Predigt. Dankbar zu sein bedeutet, den Blick auf das zu richten, was Gott bereits für uns getan hat. Wir Menschen sehen jedoch häufig zuerst den Mangel – also das, was uns fehlt – und möchten dieses unbedingt in unseren Besitz bringen. Stattdessen sollten wir uns stärker auf das konzentrieren, was wir haben, und dafür dankbar sein. Dankbarkeit sollte für Christen eine innere Grundhaltung sein, die auch in schwierigen Zeiten zum Ausdruck kommt.
Dabei gilt es, auch für die Gegenwart dankbar zu sein: dafür, dass wir Teil einer schönen und lebendigen Gemeinde sein dürfen und Gott immer wieder in unserem Leben erfahren können.
Ebenso dürfen wir dankbar auf die Zukunft blicken, die uns erwartet: die ewige Gemeinschaft mit Gott und Jesus Christus. Dankbar dürfen wir auch dafür sein, dass wir an der Seite unseres Erlösers im 1000-jährigen Friedensreich mitwirken dürfen, um das Evangelium allen Menschen zu verkündigen.
Bischof Strobel griff in seinem Mitdienen den Gedanken auf, auch in schweren Zeiten dankbar zu sein. Er verdeutlichte dies anhand der Begebenheit von Paulus und Silas im Gefängnis (Apostelgeschichte 16,25). Dort heißt es: „Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott ….“
Nach der Spendung des Sakraments der Heiligen Versiegelung und der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Bezirksapostel den Gottesdienst mit einem Gebet und dem Segen.
Text: Adon Wampach
Fotos: Claudia Garand
