Am 24. September 2025 fand in der Gemeinde Soleuvre/Esch-Alzette ein besonderer Gottesdienst mit Apostel Leibfried statt. Zu diesem Anlass war auch die Gemeinde Differdange eingeladen. In diesem feierlichen Rahmen empfingen zwei kürzlich aufgenommene Glaubensgeschwister das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Als Grundlage für seine Predigt diente dem Apostel das Bibelwort aus Jesaja 28,16:
„Darum spricht Gott der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.“
Bereits zu Beginn des Gottesdienstes richtete der Apostel ermutigende Worte an die Gemeinde, insbesondere an jene, die sich aktuell in schwierigen Lebenssituationen befinden. Er gab den Gedanken mit auf den Weg, dass jeder Mensch bereits am Morgen im Gebet die Liebe Gottes erfahren könne – eine Kraftquelle für den Tag.
Im weiteren Verlauf ging der Apostel auf den biblischen Kontext des Jesaja-Wortes ein, das das Gericht über Priester und Propheten beschreibt, die ihrer geistlichen Verantwortung nicht gerecht wurden. In seiner Vorbereitung stieß der Apostel auf den Vers 10:
„Zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw“.
Mit einem Schmunzeln erklärte er, dass diese Worte trotz intensiver Recherche keine klare Bedeutung ergaben. Jesaja wollte damit das Lallen der Trunkenbolde nachzeichnen – ein Hinweis auf die geistliche Trunkenheit der damaligen Priester. Damit wurde deutlich: Wer seiner geistlichen Berufung nicht gerecht wird, verliert an Klarheit und Orientierung.
Dies unterstrich die zentrale Botschaft des Gottesdienstes: Unser Glaube darf nicht auf wackligem Boden stehen, sondern muss auf einem festen Fundament gründen – auf der Liebe und Gnade Gottes sowie auf der Hoffnung auf die Wiederkunft Christi.
Die Predigt wurde durch Beiträge des Bezirksvorstehers und seines Stellvertreters ergänzt. Letzterer bereitete die Gemeinde besonders auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor.
Vor dem Sakrament des Heiligen Abendmahls empfingen zwei Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung – die Gabe des Heiligen Geistes. In seiner Ansprache betonte der Apostel, dass die Heilige Versiegelung kein Exklusivrecht verleihe, sondern vielmehr die Grundlage und Voraussetzung für die tätige Mitarbeit im Glauben bilde.
Text: Benjamin REINERT
Fotos: Patricia SGUERRA/Ralph REINISCH
