Apostel Jeannot Leibfried besuchte am 22. April 2026 die Gemeinde Luxemburg-Ville und stellte seine Predigt unter das Wort aus Psalm 34, Vers 9: „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.“ Eingeladen waren auch das Bezirksorchester sowie die Gemeinde Differdange.
Zu Beginn ging er auf das vorgetragene Sonderlied „Bist du bei mir“ („You raise me up“) ein und hob hervor, wie gut dessen Botschaft zum Bibelwort passt: Die spürbare Nähe Gottes schenkt der Seele Ruhe, Zuversicht und Sicherheit.
Im weiteren Verlauf beschrieb er den Gottesdienst als „gastronomisch“ im übertragenen Sinn. Die Sinne – insbesondere „schmecken“ und „sehen“ – stehen dabei für ein intensives inneres Erleben des Glaubens. Gottes Wort soll nicht distanziert bleiben, sondern durch innere Hinwendung und Heiligung zu einem persönlichen, tiefen Erlebnis werden. Besonders im Heiligen Abendmahl entfaltet diese Nähe ihre volle Wirkung.
Mit Nachdruck betonte er: Gottesdienste werden nicht einfach gehalten, sondern gefeiert. Die Gläubigen sollen mit einem echten „Hunger“ nach Gnade und Sakrament kommen und sich bewusst geistig darauf vorbereiten. Auch das Gebet solle stärker vom Heiligen Geist geprägt sein, damit dessen Wirksamkeit und Freude im Gottesdienst voll zur Entfaltung kommen können.
Diese Haltung verändert auch den Umgang mit Verantwortung im Glauben und im Amt: Es geht nicht darum, ein Amt zu „tragen wie eine Last“, sondern es freudig und vom Heiligen Geist getragen auszuüben.
Abschließend bereitete der Apostel die Gemeinde tiefgründig auf die würdige Annahme der Gnade sowie auf eine demütige Teilnahme am Leib und Blut Christi vor.
Bemerkung des Autors: „Der Gottesdienst wurde nachträglich aus dem Gedächtnis niedergeschrieben und entspricht daher nicht vollständig dem originalen Wortlaut.“
Text: FR. Th.
Fotos: ENA Luxembourg
28. April 2026
